Bitte beachten Sie, dass nur medizinische Fragen zur altersabhängigen Makuladegeneration von unserer Ärztin beantwortet werden können.

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A.Wauligmann
Alterntive zu dauerhaften Kortisoneinnahme bei Makulaödem
Bräuning, Beitrag vom27.10.2016 23:39
am 29 Februar 2016 wurden Implantate-trifokale Linsen - in beiden Augen- eingesetzt und gleichzeitig ein anfänglicher grauer Star (bin 59 Jahre alt) entfernt. Seit Mitte März 2016 leide ich an einem rezidivierenden Makula-Ödem - am rechten Auge besonders ausgeprägt. Eine erste Kortisoninjektion brachte keinerlei Besserung. Kortisoneinnahme wurde mir dauerhaft (25 mg bis 10 mg) verschrieben. Der Visus wurde NACHWEISLICH nach unzähligen OCT-Untersuchungen nur bei täglicher Kortisoneinnahme von wenigstens 25 mg pro Tag besser. Da ich durch dieses Medikament leicht ddepressiv wurde und ich mich nicht damit abfinden will, lebenslang Kortison einnehmen zu müssen, setzte ich das Präparat für ca 6 Wochen ab. Die Sehstärke (nicht zu reden von den ständigen Floatern/Trübungen) wurde immer schlechter. Aufgrund dessen wurde das schlechtere- linke Auge im September mit einer Kortison und einer Avastin Injektion behandelt. Nach 4 weiteren Wochen kann ich keinerlei Besserung des Visus feststellen, das rechte Auge ist ebenfalls mittlerweile dauerhaft und am OCT nachgewiesen, von einem leichten Ödem betroffen. Seit 4 Tagen nehme ich nun wieder 25 mg Kortison am Tag, um wenigstens einigermaßen SEHEN zu können. Eine leichte Besserung ist feststellbar. Meine Frage : muss ich mich mit dieser täglichen Einnahme auf Dauer abfinden ? Verschiedene konsultierte Artzte wissen sich auch keinen Rat gegen dieses hartnäckiges Ödem. Für einen Ratschlag wäre ich Ihnen sehr dankbar.
MfG
P. Bräuning
A.Wauligmann
Antwort der Augenärztin Dr. Daniela Claessens
28.10.2016 15:26
Guten Tag, eine individuelle Beratung ist ohne Untersuchung leider nicht möglich. Theoretisch besteht bei einem Makulaödem, das sich infolge einer Linsenoperation gebildet hat, die Möglichkeit der Behandlung mit entzündungshemmenden Tropfen, entwässernden Tabletten oder intravitrealen Injektionen: die für Sie geeignete Therapie kann nur der Augenarzt wählen. Eventuell sollten Sie mit dem Augenarzt besprechen, ob neben der Linsenoperation möglicherweise andere Ursachen für das Makulaödem (z.B. eine entzündliche Ursache aufgrund einer Erkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis) in Frage kommt.
ich wünsche Ihnen gute Besserung!
Dr.med. Daniela Claessens
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