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Behinderten-Pauschbeträge erhöht

Ab dem Ver­an­la­gungs­zeit­raum 2021 werden die steuerlichen Pauschbeträge für Menschen mit Behinderung verdoppelt. Auch der Pfle­ge­pausch­be­trag wird erhöht. Zudem wird ein behin­de­rungs­be­ding­ter Fahrtkosten-Pauschbetrag eingeführt.

Für Inhaber eines Schwer­behinderten­ausweises mit den Merkzeichen „Bl“, „TBl“ oder „H“ bedeutet das Gesetz, dass der Pauschbetrag von bislang 3.700 auf 7.400 Euro steigt und zusätzlich ein Fahrt­kos­ten­pausch­be­trag von 4.500 Euro geltend gemacht werden kann. Bei geringerer Sehbehinderung und entsprechend geringerem Grad der Behinderung gelten anteilige Beträge.

Die erstmals seit 1975 erfolgte und damit überfällige Erhöhung der Pauschbeträge begrüßt der DBSV ausdrücklich. „Es darf aber nicht passieren, dass nun wieder mehrere Jahrzehnte Stillstand folgen“, mahnt DBSV-Präsident Klaus Hahn.

Besonders hervorzuheben ist überdies, dass taubblinde Menschen mit dem im Schwer­behinderten­ausweis eingetragenen Merkzeichen „TBl“ im Steuerrecht künftig ausdrücklich die gleichen Pauschbeträge wie blinde Menschen mit Merkzeichen „Bl“ erhalten. „Mit dem 2016 eingeführten Merkzeichen „TBl“ ist damit nun endlich auch ein echter Nach­teils­aus­gleich verknüpft“, freut sich Hahn.

Hintergrund der Pauschbeträge

Jeder Steu­er­pflich­tige kann die unvermeidlichen behin­de­rungs­be­ding­ten und damit „außer­ge­wöhn­li­chen” Belastungen, die sich auf seinen Haushalt auswirken, bei der Einkommensteuer geltend machen. Um behinderten Menschen den Einzelnachweis ihrer behin­de­rungs­be­ding­ten Mehr­auf­wen­dun­gen zu ersparen und die Verwaltung zu entlasten, besteht die Möglichkeit, an Stelle eines Ein­zel­nach­wei­ses Pauschbeträge in Anspruch zu nehmen. Die Höhe des Behinderten-Pauschbetrags richtet sich nach dem Grad der Behinderung und den Merkzeichen im Schwer­behinderten­ausweis.

Kennen Sie blinde und sehbehinderte Menschen ohne E-Mail-Zugang? Falls ja, bitte weitersagen: Den Newsletter des DBSV kann man sich auch am Telefon vorlesen lassen! Einfach das DBSV-Infotelefon unter der Nummer 030 / 2555 80808 anrufen, alles Weitere wird erklärt.

Quelle: Newsletter "dbsv-direkt", Deutscher Blinden- und Seh­behinderten­verband e. V.

Datum: 
Montag 30. November 2020, 11:11
Kategorien: 
Recht und Urteile