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Bitte beachten Sie, dass nur medizinische Fragen zur altersabhängigen Makuladegeneration von unserer Ärztin beantwortet werden können.

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Chrissie
feuchte Makuladegeneration Lasern
Hallo,
ich hatte 2015 einen retinalen Venenverschluß.
Seit dem bekomme ich alle 4-5 Wochen eine Spritze in das Auge, die Sehkraft liegt eigentlich immer bei nahezu 100%.
Allerdings wird die Netzhaut einfach nicht ganz trocken.
Die Augenärztin hat mir nun zusätzlich eine Lasertherapie empfohlen, das heißt, dass gesundes Netzhautgewebe gelasert (zerstört wird) wird, um die Versorgung der Netzhaut zu verbessern.
Der Gedanke, dass gesundes Gewebe zerstört wird, gerade am Auge, ist mir sehr unangenehm, obwohl die Ärztin meinte, sie fange mit wenig Energie und wenig Laserpunkten an, um zu sehen, ob diese Behandlung etwas bringt.
Ist eine Laserbehandlung üblich bei feuchter AMD, wenn die Spritzentherapie nichts bringt ?
GIbt es weitere Alternativen, damit die Netzhaut trocken wird ?
daniela_claessens
Makulaödem nach retinalem Venenverschluss
Guten Tag,
Sie sprechen eine "Laserbehandlung bei feuchter AMD" an. Sie hatten jedoch einen retinalen Venenverschluss, infolge dessen sich ein Makulaödem gebildet hat, das ist ein anderes Krankheitsbild als die feuchte Makuladegeneration.

Die Behandlung des Makulaödems nach retinalem Venenverschluss erfolgt - wie bei Ihnen korrekt durchgeführt - mittels intravitrealer Injektionen, Details finden Sie auch von den augenärztlichen Fachgesellschaften zusammengefasst unter
https://augeninfo.de/cms/fileadmin/stellungnahmen/Intravitreale_Therapie_des_visusmindernden_Makulaoedems_bei_retinalem_Venenverschluss_2018-04.pdf.

Falls sich schlecht mit Sauerstoff versorgte Areale (sgn. ischämische Areale) mittels Fluoreszenzangiographie darstellen lassen und/oder sich krankhafte neue Blutgefäße (Proliferationen) gebildet haben, ist eine Laserbehandlung empfehlenswert.
(s. hierzu: https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0042-123834).

Mit freundlichen Grüßen,
Dr. D. Claessens