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Bitte beachten Sie, dass nur medizinische Fragen zur altersabhängigen Makuladegeneration von unserer Ärztin beantwortet werden können.

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mama
Sehverschlechterung nach Behandlung mit Avastin/ Weshalb wird Avastin verwendet und nicht Eylea oder Lucentis?
Meine 92-jährige Mutter wurde vor 5 Tagen erstmals mit Avastin behandelt. Seitdem hat sich die Lesefähigkeit verschlechtert. Da sie nur noch auf einem Augen sehen kann - beim zweiten Auge liegt eine Netzhautablösung vor- frage ich mich, ob es Sinn macht, die Behandlung fortzusetzen. Muss sie ggf. damit rechnen, dass sich ihr Sehvermögen aufgrund der Spritzen noch weiter verschlechtert? Auf Nachfrage hat der behandelnde Arzt erklärt, die Sehrverschlechterung aufgrud der Spritze würde sich im Laufe der Zeit wieder geben.
Die Frage, warum er Avastin und nicht Lucentis oder Eylea verwendet, hat der Artz mit dem Hinweis beantwortet, dies sei das Beste. Andererseits kenne ich die Preisunterschiede bei den Medikamenten und befürchte, dass das preiswerteste Medikamt zum Einsatz gekommen ist. Ob es auch das Beste für meine Mutter ist, kann ich nicht beurteilen.
Die Krankheit ist wohl schon weit fortgeschritten.
daniela_claessens
Sehverschlechterung nach Behandlung mit Avastin
Guten Tag,
um Ihre Frage zu beantworten zitiere ich aus der Stellungnahme der augenärztlichen Fachgesellschaften unter https://augeninfo.de/cms/fileadmin/stellungnahmen/Anti-VEGF-Therapie_bei_der_neovask_Therapeut_Strategie.pdf:

"Auswahl der Medikamente: Als zugelassene Medikamente stehen Ranibizumab (Lucentis) und Aflibercept (Eylea) zur Verfügung. Beide sind in ihrer Effektivität bezüglich des Visus über einen Beobachtungszeitraum von 2 Jahren basierend auf den vorliegenden Studienergebnissen als gleichwertig und gleichermaßen als Mittel der ersten Wahl anzusehen. Bevacizumab im „off-label use“ erscheint bezüglich der Effektivität und des Nebenwirkungsprofils gleichwertig."

Da der Hersteller von Bevacizumab (Handelsname Avastin) nie in Studien investiert hat, die den Nutzen dieses Medikamentes bei der Erkrankung Makuladegeneration untersuchen, hat dies Medikament für diese Erkrankung keine Zulassung, obwohl es sich seit vielen Jahren im klinischen Einsatz bewährt hat.

Ungeachtet dieser Umstände kann bei einem Nicht-Ansprechen mit dem behandelnden Augenarzt über einen Wechsel auf ein anderes Medikament gesprochen werden.

Weitere Informationen enthält die Leitlinie AMD https://augeninfo.de/leit/leit21.pdf.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. D. Claessens