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Bitte beachten Sie, dass nur medizinische Fragen zur altersabhängigen Makuladegeneration von unserer Ärztin beantwortet werden können.

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Team AMD-Netz
Erfahrungsbericht zu OP bei Makulaforamen (Vitrektomie, Peeling und Luftfüllung)
ReSte, Beitrag vom 05.05.2018 12:25:
Nach einem Riss in der Netzhaut am rechten Auge wurde ich notfallmäßig im März 2017 mit 132 Impulsen erfolgreich gelasert und war seitdem 1/4 jährig bei meinem Augenarzt unter Kontrolle. Vom ersten Arztbesuch an sah ich auf dem betreffenden Auge im mittleren Bereich unscharf und mir wurde immer wieder bestätigt, daß dies von der Glaskörperabhebung verursacht werde und man nichts dagegen unternehmen könne. Meine Sehkraft verschlechterte sich permanent bis auf 60 Prozent. Im Januar verschlechterte sich dann auch ganz plötzlich die Sehkraft meines gesunden Auges auf 60%. DerAugenarzt stellte die Diagnose: beginnende Makuladegeneration und bestellte mich ein halbes Jahr später wieder ein. Drei Monate später besuchte ich eine andere Praxis, um mir eine 2. Meinung einzuholen, Sehkraft auf beiden Augen 50%. Durch ein OCT stand die Diagnose dann sogleich fest: ich hatte in beiden Augen ein Makulaforamen. Das linke Auge wurde vor 2 Wochen in derAugenklinik in Sulzbach erfolgreich operiert (Vitrektomie, Peeling und Luftfüllung). Ob man das rechte Auge auch noch operieren kann mit Aussicht auf Verbesserung, steht noch in den Sternen, da der Defekt an diesem Auge wesentlich größer ist..
Anbei ein paar persönliche Tipps: ganz wichtig ist die Tieflagerung des Kopfes in der ersten Zeit und das Schlafen in Bauchlage. Deshalb habe ich mir ein mit Perlchen gefülltes Nackenhörnchen für den Kopf besorgt, um die Stirn bequem aufzulegen. Den Körper lagerte ich mit Hilfe eines ebenfalls mit Perlchen gefüllten großen Stillkissens, das ich mit der Öffnung nach unten ins Bett legte, die Brüste, Arme und der Kopf bis zur Stirn lagen dann frei, so dass die Atmung auch nicht behindert war. Ich trohnte dann zwar wie die Prinzessin auf der Erbse in meinem Bett aber konnte doch relativ bequem schlafen. Da ich eine Luftfüllung bekam, war der Spuk zum Glück nach 8 Tagen vorbei. Tagsüber sass ich viele Stunden am Tisch, den Kopf auf den verschränkten Armen, ein Wärmekissen im Genick und zog mir Hörbücher herein. Die Wärme war sehr entlastend für die HWS. Ein wichtiger Punkt ist meiner Meinung nach eine Hilfe für die Verdauung. Man darf ja nicht pressen in den ersten Wochen. Verstopfung wäre fatal… 3 EL Weizenkleie in Naturjoghurt mit Früchten täglich und viel trinken regeln das Problem dann von alleine und sind besser als jedes Abführmittel.
Die eigentliche Verbesserung der Sehkraft soll sich ja erst einstellen, wenn der Heilungsprozess abgeschlossen ist (ca 6 Wochen) und sich dann wieder neue Sehzellen bilden. Ich habe bei mir jetzt schon (nach 2 Wochen) den Eindruck, besser sehen zu können als vor der OP und bin sehr glücklich darüber. Allen Patienten, die an Platzangst leiden oder sich das “Kopfkino” während der OP ersparen wollen, rate ich zur Vollnarkose, die in meinem Fall mit einer Larynxmaske sehr behutsam durchgeführt wurde. Ich hoffe, ich konnte mit meinen Erläuterungen etwas Mut machen und drücke den potentiellen Patienten die Daumen…
Team AMD-Netz
2. Erfahrungsbericht
IlGe, Beitrag vom 08.05.2018 13:27:
Ich schließe mich dem Artikel von ReSte an. Habe die gleiche Situation erlebt wie Bauchlage,
Kutschersitz etc. und kann berichten, daß sich meine Sehschärfe wesentlich gebessert hat.
Die OP war vor 8 Monaten und ich bin über die Entwicklung sehr froh.
Ich möchte mit meinem positiven Bericht ebenfalls Mut machen.
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