Online-Veranstaltung für AMD-Patienten und ihre Angehörigen

Am 20. Oktober 2022 findet um 17.00 Uhr unsere nächste Zoom­ver­an­stal­tung statt, diesmal zum Thema "AMD - Risikofaktoren und Prävention".

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Bitte beachten Sie, dass nur medizinische Fragen zur alter­sabhängigen Makula­degeneration von unserer Ärztin beantwortet werden können.

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Team AMD-Netz
DAK zahlt OCT nicht
Christina, Beitrag vom 27.10.2017 18:17
Guten Tag,
in einer der Antworten oben steht, dass die Kassen die OCT bezahlen, wenn eine Macu­la­de­ge­ne­ra­tion vorliegt und mittels Injektionen behandelt wird. Das stimmt zumindest für die DAK nicht. Mein Vater ist betroffen und muss die OCT selbst bezahlen. Diese kostet ihn jedes Mal rund 100 Euro. Da seine Behandlung aller Voraussicht nach einen längeren Zeitraum einnehmen wird und nach jeder Injektion wieder eine OCT gemacht wird, ist das für ihn ziemlich teuer.
Die DAK Niedersachsen/Bremen hat mir die Auskunft erteilt, dass die OCT als nicht wirtschaftlich angesehen wird, da ihr Nutzen nicht bewiesen ist.
Kann ich dem irgendwie entgegen wirken?

Freundliche Grüße
Team AMD-Netz
Antwort unserer Augenärztin
02.11.2017 17:56:
Liebe Christina,

leider ist die OCT bisher nicht in den Leis­tungs­ka­ta­log der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen worden. Das Institut für Qualität und Wirt­schaft­lich­keit im Gesund­heits­wesen (IQWIG) hat im Auftrag des sgn. Gemeinsamen Bun­des­aus­schus­ses (GBA) die Studien zum Thema OCT bei Makula­degeneration geprüft. Leider konnte dieses Institut aus den vorliegenden Studiendaten keine Schluss­fol­ge­run­gen ziehen, die in naher Zukunft dazu führen werden,dass gesetzliche Krankenkasse diese Leistung in ihren Leis­tungs­ka­ta­log übernehmen.
Die augen­ärzt­lichen Fach­ge­sell­schaf­ten empfehlen: …“ Diese Befund­kon­trol­len (nämlich Untersuchungen mit OCT) sollten bei allen eingesetzten Medikamenten 4 Wochen nach der letzten Injektion beginnen und beim PRN-Schema auch bei stabilisierter Situation zumindest im ersten halben Jahr in etwa monatlichen Abständen erfolgen.” siehe : http://cms.augeninfo.de/hauptmenu/infos-fuer-aerzte/stellungnahmen.html

Fazit: im vorliegenden Fall wäre evtl. ein Wechsel zu einer anderen Krankenkasse in Erwägung zu ziehen?

Viel Erfolg für die Therapie Ihres Vaters!
Ihre Dr. med. Daniela Claessens
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