Fernsehen

Auch wenn das Augenlicht nachlässt, müssen Sie nicht aufs Fernsehen verzichten. Die erste Maßnahme ist, den Abstand zum Fernseher zu verringern, um damit eine Vergrößerung des Fernsehbildes zu erreichen.

Audiodeskriptionen oder spezielle Brillen können seheingeschränkten Menschen ermöglichen, Filme weiterhin zu genießen.

Inhalt

Hörfilme

Bei Hörfimen werden klassische TV- und Kinofilme mit einer Audiodeskription (AD) gesendet. Dabei wird die Handlung eines Films akustisch kommentiert, damit auch Menschen mit Seheinschränkungen ihr problemlos folgen können. Prägnante, neutrale Erläuterungen in den Dialogpausen vermitteln die visuellen Elemente einer Szene, auf überflüssige Informationen wird verzichtet. Die Beschreibungen werden von professionellen Bildbeschreibern erstellt. 
Auch Theatervorstellungen werden heute teilweise mit Audiodeskription verfügbar gemacht. So erhalten Sie einen barrierefreien Zugang zum Fernsehen, Kino und Theater.

Audiodeskriptionen am TV-Gerät nutzen

Damit Sie die Audiodeskription hören können, müssen Sie die Tonspur am TV-Gerät wechseln. Bei einigen Fernbedienungen gibt es hierfür spezielle Tasten. Diese sind mit „AD“, „Subt“ oder auch zwei Sprechblasen gekennzeichnet. Bei anderen Geräten müssen Sie die Audiodeskription in dem Menü Ihres TV-Gerätes einstellen.

Hinweise zum Empfang und zur Technik sowie die Sendetermine finden sich auf der Seite hoerfilm.info.

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Audiodeskriptionen mit dem Smartphone nutzen

Mit der kostenlosen App „Greta“ kann die Hörfilmfassung eines Spielfilms heruntergeladen werden. Im Kino oder auch zuhause vor dem Fernseher synchronisiert sich die App mit dem gewünschten Film. Mit Kopfhörern können Sie die Beschreibungen nebenher hören.

Sendehinweise

Auf der Seite hoerfilm.info und auf der Website der Deutschen Hörfilm GmbH finden sich unter dem Stichwort „Fernsehen“ die aktuellen Sendetermine für Filme mit Audiodeskriptionen. Diese kann man auch über die Ansage am Service-Telefon: 030 / 255 58 08 00 erfahren.

Sendetermine der ARD sind im Videotext auf Tafel 397 verzeichnet, die des ZDF auf Tafel 748.

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Fernsehen mit Spezialbrillen

Spezielle Brillen ermöglichen eine 2,1-fache Vergrößerung des Fernsehbildes. Ob sie individuell geeignet sind, hängt von der verbliebenen Sehfähigkeit ab. Diese darf gewisse Grenzen nicht unterschreiten. Aber auch die Sehgewohnheiten und die Bereitschaft, sich mit der Handhabung des neuen Hilfsmittels auseinanderzusetzen, spielen bei der Entscheidung für oder gegen eine Spezialbrille eine Rolle.

Vor dem Erwerb einer solchen Brille sollte eine Beratung bei einem Augenoptiker erfolgen, der auf die Anpassung vergrößernder Sehhilfen spezialisiert ist. Den richtigen Ansprechpartner finden Sie in unserem Adressenverzeichnis. Die Brille sollte auch ausprobiert werden, bevor die endgültige Entscheidung fällt.

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veröffentlicht am Dienstag, 13.02.2018 von Ursula Witt

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