Vorlesen lassen

Selbst bei fortschreitender Erkrankung müssen Sie nicht auf Zeitschriften und Bücher verzichten – auch wenn das Lesevergnügen dann zum Hörvergnügen wird. Mit Vorlesegeräten können Sie sich gedruckte Briefe, Zeitungsartikel oder Beipackzettel vorlesen lassen. In Hörbüchereien steht Ihnen zudem eine große Auswahl von Buchtiteln als Hörversion zur Verfügung.

Inhalt:

Zeitungen als Hörversion

Wenn das Augenlicht abnimmt, gibt es immer noch eine Vielzahl von Möglichkeiten, regionale und überregionale Zeitungen zu „lesen“ oder vielmehr: zu „hören“. Viele Blinden- und Sehbehindertenvereine lassen ausgewählte Artikel aus den regionalen Zeitungen einmal wöchentlich auf CD auflesen.

Die atz Hörmedien für Blinde und Sehbehinderte bietet ein breites Spektrum von Hörzeitungen an. Zum Angebot gehören die Lokalzeitungen von mehr als dreißig Städten und Regionen, die meist in wöchentlicher Zusammenfassung erscheinen. Überregional werden Texte aus der Zeit oder der Tageszeitung (TAZ) aufgelesen. Viele Magazine werden z. T. in Auszügen aufgesprochen, darunter Spiegel, Focus, Geo oder Bild der Wissenschaft.

Außerdem werden Texte aus verschiedenen Zeitschriften zu bestimmten Themenbereichen zusammengestellt. Hier finden sich Magazine zu Themen wie

  • Sport
  • Sprachen
  • Senioren
  • Technik
  • Umwelt
  • Kirche und Religion
  • Kultur
  • Gesundheit und Gesellschaft

Ferner stehen Vereins- und Verbandszeitschriften als Hörversionen zur Verfügung.

Die Hörmedien werden im MP3-Format produziert. Sie stehen zum Download zur Verfügung oder werden als Daisy-CD versendet.

Bei der Westdeutschen Blindenhörbücherei findet man zudem Hörversionen von:

  • Augenlicht VisionCare
  • Brigitte Woman
  • Diabetes Journal
  • Die Zeit
  • Natur & Heilen
  • Reader´s Digest

Der Evangelische Presseverband für Westfalen und Lippe gibt darüber hinaus das Evangelische Hörmagazin für Blinde und Sehbehinderte heraus. Die Kontaktdaten lauten:

Ev. Presseverband für Westfalen und Lippe
Cansteinstr. 1
33647 Bielefeld
Tel: 0521 / 9 44 00

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Zeitunglesen mit dem UniversalReader

Der UniversalReader ist ein Vorlesesystem mit der zusätzlichen Möglichkeit, über die Telefonleitung anzeigenfreie Zeitungen zu abonnieren und sich vorlesen zu lassen. Verfügbar sind z. B. die Westdeutsche Allgemeine Zeitung mit vielen Lokalteilen, die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Rundschau und viele andere.

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Vorlesegerät (Lesesprechgerät)

Dieses Gerät liest mithilfe eines Scanners oder einer Kamera einzelne Artikel oder gedruckte Texte ein und bearbeitet sie mit einem Computerprogramm. Eine synthetische Stimme liest die so erfassten Texte vor. Eine einfache Tastatur ermöglicht es, sich im Text zu bewegen, um z. B. ausgewählte Stellen noch einmal lesen zu lassen oder Stellen zu überspringen. Die Kosten für ein solches Vorlesegerät übernimmt die Krankenkasse, wenn eine Verordnung des Augenarztes vorliegt (ab einem Visus von 0,05).

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Hörbüchereien

Hörbüchereien bieten für seheingeschränkte und blinde Menschen Bücher und Zeitschriften als Hörversion zur Ausleihe an. Eine Vielzahl von Büchern wird dafür mit geschulten Sprechern als Hörbücher produziert. Verfügbar sind neben der Unterhaltungsliteratur auch Sachbücher und wissenschaftliche Werke. Vorteil der Hörbücher: Es sind keine Kenntnisse der Blindenschrift erforderlich. Lesen Sie hier alle wichtigen Informationen zu Hörbüchereien.

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Medibus

Medibus steht für „Mediengemeinschaft für blinde und sehbehinderte Menschen e. V.“. In diesem Verein organisieren sich alle Produzenten und Bibliotheken, die blindengerechte Medien herstellen und verleihen, sowie die landesweit tätigen Verbände der Blindenselbsthilfe. Medibus ermöglicht blinden und seheingeschränkten Menschen über einen zentralen Onlinekatalog den Zugang zu allen verfügbaren Medien. Hier finden Sie den Onlinekatalog.

Zurzeit umfasst der Zentralkatalog ca. 50.000 Hörbuchtitel und ebenso viele Titel in Blindenschrift. Die Mitglieder der Mediengemeinschaft versorgen etwa 40.000 Nutzer. Jährlich kommen über 1.000 neue Hörbuchtitel und 400 Blindenschrifttitel hinzu.

Hier gelangen Sie zur Medibus-Website.

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veröffentlicht am Freitag, 18.05.2018 von Ursula Witt

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