Beleuchtung

Licht ist ein sehr wichtiges Thema. Eine gute Beleuchtung kann die Sehleistung erheblich verbessern. Gerade wenn man vergrößernde Sehhilfen benutzt, kann eine gute Beleuchtung den Vergrößerungsbedarf reduzieren. Die Auswahl der Beleuchtung muss individuell auf den Bedarf des Betroffenen angepasst werden. Bei der Beleuchtung der Wohnung kommt es nicht nur darauf an, Lampen an den richtigen Stellen anzubringen, sondern auch die passende Beleuchtungsstärke und Lichtfarbe auszuwählen. Dazu finden Sie auf dieser Seite einige Hinweise.

Tipps für eine gute Beleuchtung

Auf einige Dinge sollte man achten:

  • Sorgen Sie für eine ausreichende Helligkeit. Nutzen Sie dazu mehrere Lichtquellen, die Sie flexibel auf einzelne Bereiche einstellen können.
  • Leuchten Sie den Raum gleichmäßig aus, statt nur nur einige Lichtinseln zu schaffen.
  • Durch eine Kombination aus mehreren unterschiedlich hellen oder dimmbaren Lampen können Sie Blendung vermeiden.
  • Indirektes Licht ist hilfreich, also Lichtquellen, die Decken und Wände anstrahlen. Das Licht wird reflektiert und damit gestreut. Helle weiße Wände und Zimmerdecken reflektieren Licht besser.
  • Am Arbeits- bzw. Leseplatz sollte die Leuchte möglichst nah am Lesegut sein, da die Beleuchtungsstärke umso größer ist, je näher sich die Lichtquelle an der zu beleuchtenden Fläche befindet.
  • Installieren Sie Bewegungsmelder im Flur, die Lampen automatisch anschalten, wenn Sie vorbeigehen. Steckdosenlichter oder Nachtlichter mit dieser Automatik sorgen für Sicherheit im Dunkeln.
  • In der Küche kann eine Beleuchtung über den verschiedenen Arbeitsbereichen sehr hilfreich sein. Beleuchten Sie z. B. Herd, Spüle und Vorbereitungsbereich separat. Dies kann durch Wandleuchten oder Unterbauleuchten ermöglicht werden. Denkbar sind auch LED-Lichtschläuche, die aufgeklebt und mit Batterien betrieben werden können.
  • Statten Sie Kleiderschränke mit Beleuchtung aus, z. B. mit speziellen Schrankleuchten, selbstklebenden LED-Bändern mit Batterieversorgung oder Bilderleuchten.

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Beleuchtungsstärken

Die Beleuchtungsstärke misst man in Lux (lx). Dieser Wert beschreibt die Lichtleistung, die von einer Lampe abgestrahlt wird und auf die beleuchtete Fläche auftrifft. Die Lichtleistung nimmt ab, je weiter die Lampe von der beleuchteten Fläche entfernt ist. Normalsichtige Menschen benötigen 2000 – 3000 lx, um bei normalen Kontrasten die volle Sehschärfe zu entwickeln. Kinder benötigen weniger Lichtleistung. Je älter ein Mensch wird, umso größer wird die benötigte Lichtleistung, um die volle Sehschärfe zu entwickeln.

Da der Abstand der Lichtquelle zur beleuchteten Fläche nicht zu groß sein sollte, um die optimale Beleuchtung zu erhalten, benötigt man Lampen nahe am Arbeitsplatz bzw. am Lesegut. Wählen Sie deshalb am Besten Leuchtmittel, die nicht zu heiß werden. Halogenleuchten oder herkömmliche Glühbirnen entwickeln z. B. große Hitze, während LED-Lampen auch bei hoher Beleuchtungsstärke nicht anfangen zu glühen.

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Lichtfarben

Bei einem Leuchtmittel kommt es nicht nur darauf an, wie hell das Licht ist, das es hervorbringt. Auch die Lichtfarbe bzw. Farbtemperatur ist ein wichtiger Punkt bei der Auswahl der richtigen Beleuchtung. Auf Glühbirnen-Verpackungen steht oft, dass die Lampen „warmweißes“ oder „tageslichtweißes“ Licht produzieren. Diese Angaben beschreiben die Lichtfarbe. Damit ist die Eigenfarbe des Lichts gemeint. Sie wird durch den Wert der Farbtemperatur bestimmt, die in Kelvin (K) gemessen wird.

Je niedriger die Farbtemperatur ist (je geringer also die Kelvin-Anzahl), desto höher ist der Rotanteil im Licht. Dadurch wirkt es gelblicher und insgesamt wärmer. Warmweiße Lampen (2700 bis 3300 Kelvin) empfinden wir deshalb als gemütlich und behaglich. Mit steigender Farbtemperatur steigt auch der Blauanteil im Licht und es erscheint weißer.

Glühlampen haben eine Farbtemperatur von ca. 3000 K, bei Leuchtstofflampen liegt die Farbtemperatur zwischen 2700 K und 6500 K. Relativ neu auf dem Markt sind Leuchtstofflampen, deren Licht der Farbtemperatur des Tageslichts sehr ähnlich ist. Man bezeichnet es dementsprechend als „tageslichtweiß“. Dieser Effekt wird ab einem Wert von 5300 K erreicht. Tageslicht hat eine Farbtemperatur von ca. 5800 K.

Aufgrund ihres sparsamen Energieverbrauchs empfehlen viele Experten heute LED–Technik. Diese zeichnet sich durch lange Lebensdauer und beeindruckende Lichtstärke aus. Auch bei LED–Leuchten gibt es verschiedene Lichtfarben. Zum Teil lassen sich die Lichtfarben regulieren und verschiedene Beleuchtungsstärken einstellen, sodass das Licht individuell auf den jeweiligen Bedarf angepasst werden kann.

Lichtfarben können Kontraste verstärken und damit die Sehleistung von Betroffenen unterstützen. Welche Beleuchtungsstärke und welche Lichtfarbe die beste Sehleistung erbringt, muss jedoch individuell ausprobiert werden. Geeignete Leuchten finden Sie in Fachgeschäften oder bei Augenoptikern, die sich auf die Anpassung vergrößernder Sehhilfen spezialisiert haben.

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Fachartikel zum Thema LED-Licht aus "Der Ophthalmologe" (2018)

Im Fachartikel "Gefahr durch LED-Licht" aus "Der Ophthalmologe", online 2018 finden Sie interessante aktuelle Informationen zum Thema Bewertung von LED-Licht aus Augenärztlicher Sicht.

Hier können Sie den Artikel als pdf-Datei abrufen.

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veröffentlicht am Dienstag, 11.09.2018 von Ursula Witt

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