Blindenhilfe

Die Blindenhilfe basiert auf einem Bundesgesetz, dem SGB XII. Sie gewährt eine Unterstützung, die jedoch von Einkommen und Vermögen abhängig ist - diese müssen offen gelegt werden.

Die Blindenhilfe wird als Ergänzung zum Landesblindengeld gezahlt, also der finanziellen Unterstützung durch das jeweilige Bundesland. Sie wird nur auf Antrag gezahlt ab dem Monat der Antragstellung.

Werden bestimmte Grenzen beim Einkommen und Vermögen nicht überschritten, so wird die Differenz zwischen Blindenhilfe und Landesblindengeld zusätzlich gezahlt.

Monatliche Leistungshöhe (Stand 1.07.2017)

  • Volljährige blinde Menschen erhalten 717,07 Euro
  • Volljährige blinde Menschen in stationären Einrichtungen erhalten 358,53 Euro
  • Minderjährige blinde Menschen erhalten 359,15 Euro
  • Minderjährige blinde Menschen in stationären Einrichtungen erhalten 179,57 Euro

Kürzungen

  • Pflegegrad 2: Anrechnung von 50 % des für Pflegegrad 2 vorgesehenen Pflegegeldes. Die Anrechnung erfolgt auch, wenn Pflegesachleistungen in Anspruch genommen werden.
  • Pflegegrade 3 bis 5: Anrechnung von 40 % des für Pflegegrad 3 vorgesehenen Pflegegeldes. Die Anrechnung erfolgt auch, wenn Pflegesachleistungen in Anspruch genommen werden.

Berechnung der Blindenhilfe

Das ggf. gekürzte Blindengeld nach Landesgesetz wird vom ggf. gekürzten Betrag der Blindenhilfe abgezogen. Die Differenz ergibt den zusätzlichen Auszahlungsbetrag.

Beispielberechnung:

Die Blindenhilfe beträgt 717,07 € (Stand 1.7.2018).

Das Blindengeld nach Landesgesetz beträgt 350,00 €.

Das Blindengeld wird nun von der Blindenhilfe abgezogen. Also wird in diesem Fall eine Differenz von 367,07 € als Blindenhilfe zusätzlich zum Blindengeld gezahlt.

veröffentlicht am Freitag, 27.04.2018 von Andrea Wauligmann