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Paul
Behandlung mit AVASTIN
Hallo liebe Freunde,
ich leide seit ca. 2 Jahren an AMD, und zwar sind beide Augen betroffen. Das linke Auge zeigt eine feuchte AMD, während das rechte Auge eine trockene Form zeigt.
Mein Augenarzt behandelt das linke Auge durch Spritzen von AVASTIN , und zwar im monatlichen Abstand. Inzwischen habe ich schon 9 Spritzen erhalten, eine Besserung wurde jedoch bislang nicht erreicht. Im Wartezimmer traf ich einen Mitleidensgenossen, der behauptete schon 60 Spritzen bekommen zu haben.
Meine Frage, da AVASTIN ja eigentlich ein Krebsmedikament ist, wäre es da nicht angebrachter eine Behandlung mit Lucentis durchzuführen? Evtl. sind mit diesem Medikament ja weniger Spritzen notwendig ?
Ich habe meinen Arzt darauf angesprochen, er meinte Lucentis sei zu "scharf" womit er wohl meinte, es hätte größere Nebenwirkungen.
Er meinte auch, er wolle die feuchte Form "trockenlegen", um eine Besserung zu erreichen.
Da die Behandlung mit AVASTIN bisher keine Verbesserung zeigte, wäre es da nicht angebracht, ein anderes Medikament einzusetzen? Ich bin leider nicht privat versichert, sondern "Kärtchenträger".
Nach der letzten Behandlung (9.Spritze) war das linke Auge stark gerötet und es zeigten sich "Blutspuren" - die jedoch inzwischen wieder abgeklungen sind.
Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.
Vielen Dank
Paul
daniela_claessens
Avastin
Guten Tag,

AVASTIN ist als Krebsmedikament zugelassen, hat sich aber seit langen Jahren zur Behandlung der AMD bewährt. Qualitativ hochwertige Studien konnten eine gleichartige Wirksamkeit und Sicherheit nachweisen, wie bei Medikamenten, die für die Behandlung dieser Erkrankung zugelassen sind.

Lucentis hat keine größeren Nebenwirkungen als Avastin, ist aber teurer.

Ziel jeglicher Behandlung der feuchten AMD ist es, eine Verschlechterung der Sehqualität zu vermeiden. Bei Nichtansprechen, d. h. wenn sich das Makulaödem durch die Therapie nicht zurückbildet, sollte über einen Wechsel des Medikamentes nachgedacht werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Berufsverbandes der Augenärzte:
zum Thema "Anti-VEGF-Therapie bei der neovaskulären altersabhängigen Makuladegeneration. Stand Februar 2020" https://augeninfo.de/cms/hauptmenu/infos-fuer-aerzte/stellungnahmen.html

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg für Ihre Behandlung!
Dr. D. Claessens
Paul
wie oben
Vielen herzlichen Dank für Ihre kompetente Antwort. Ich überlege auch schon den Arzt zu wechseln. Ich bin bei der BEK versichert und habe in diesem Forum gelesen, dass meine Kasse Lucentis zahlen würde.
Grüße
Paul