Schulung in Lebenspraktischen Fähigkeiten (LPF)

Alltägliche Verrichtungen können zum Problem werden, wenn das Sehen schlechter wird. Dazu gehört es zum Beispiel,

  • sich eine Tasse Kaffee einzugießen   Markierung mit Tastpunkten an einer Waschmaschine
  • ein Brot zu bestreichen
  • mit Geld zu bezahlen
  • den Haushalt zu erledigen
  • die Waschmaschine zu bedienen oder
  • eine Unterschrift zu leisten.

Mithilfe einer Schulung in Lebenspraktischen Fähigkeiten können blinde und sehbehinderte Menschen ihre Selbstständigkeit und Unabhängigkeit weitestgehend zurückgewinnen.

Inhalte der Schulung

Das Ziel der Schulung ist es, den Alltag selbstständig zu bewältigen. Dazu werden spezielle Techniken und Handlungsstrategien vermittelt, Hilfsmittel kennengelernt und ihr Einsatz erprobt und Lösungsstrategien entwickelt. Bei sehbehinderten Schulungsteilnehmern wird die optimale Ausnutzung des vorhandenen Sehvermögens so weit wie möglich gefördert. Der Rehalehrer zeigt Möglichkeiten zur Kontrastgebung, Beleuchtung sowie optischer Vergrößerungen auf und übt sie mit dem Teilnehmer.

Die Schulungsinhalte richten sich individuell nach den Bedürfnissen, dem Können und den persönlichen Zielvorstellungen des Schulungsteilnehmers. Vor Beginn der Schulung werden diese und die voraussichtliche Dauer der Schulung in einem Gespräch mit dem Rehabilitationslehrer abgeklärt. Auch im Alter ist eine Schulung hilfreich, um die Selbstständigkeit im Alltag wieder zurückzugewinnen. 

Die Schulung wird stets im Einzelunterricht von qualifizierten und anerkannten Rehabilitationslehrern durchgeführt. Die Qualifikation haben sie in einer blinden- und sehbehindertenpädagogischen Zusatzausbildung erworben.

Nähere Informationen zur Schulung in Lebenspraktischen Fähigkeiten erhalten Sie hier.

Kostenübernahme

Die Kostenübernahme muss im Einzelfall geklärt werden.

Die Kosten für die Schulung werden u. a. vom zuständigen Sozialhilfeträger im Rahmen der Eingliederungshilfe für Behinderte übernommen. (entsprechend dem Sozialgesetzbuch XII § 53 / 54n). Diese Kostenübernahme erfolgt üblicherweise einkommens- und vermögensabhängig.

Erfolgt die Maßnahme im Rahmen einer medizinischen Rehabilitation, so ist der Leistungsträger in der Regel die gesetzliche Krankenkasse (gemäß Sozialgesetzbuch IX § 26, Absatz 3 bzw. § 5 und 6). Für die Beantragung der Kostenübernahme durch die Krankenkassen ist eine ärztliche Verordnung notwendig. Je nach Zuständigkeit können auch die gesetzliche Unfallversicherung, die gesetzliche Rentenversicherung oder die Kriegsopferversorgung Leistungsträger sein.

Für eine Schulung in Lebenspraktischen Fähigkeiten infolge eines Arbeitsunfalls ist die Berufsgenossenschaft zuständig.

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