Mehr Orientierung im Krankenhaus – ein Aufkleber mit großer Wirkung

Wie fühlt es sich an, im Krankenhaus zu liegen und nicht sehen zu können, wer den Raum betritt oder was um einen herum geschieht? Für Menschen mit einer starken Seh­beein­trächti­gung ist das Alltag - und kann schnell zu Unsicherheit führen.

Der Ober­be­ri­gi­sche Blinden- und Seh­bein­der­ten­ver­ein hat daher eine einfache und wirkungsvolle Lösung entwickelt: den Kran­ken­h­aus­bett-Aufkleber „Blind im Krankenhaus“.

Der Aufkleber wird am Fußende des Bettes angebracht und macht sofort sichtbar: Hier liegt ein Mensch mit Seh­beein­trächti­gung. Er erinnert medizinisches Personal, Rei­ni­gungs­kräfte oder Besucher daran, sich anzukündigen und Handlungen kurz zu erklären. So werden Miss­ver­ständ­nisse vermieden und Orientierung ermöglicht.

Besonders durchdacht:

  • auffällige Signalfarbe für schnelle Sichtbarkeit
  • passendes Format für das Bettgestell
  • leicht ablösbar nach dem Kran­ken­haus­auf­ent­halt
  • abgetrennte Ecke, damit auch blinde Menschen erkennen, wie er angebracht wird

Ein kleines Hilfsmittel - mit großer Wirkung für Respekt, Kommunikation und Teilhabe im Kran­ken­hau­sall­tag - für Betroffene einer Seheisch­rän­kung und deren Angehörige, damit sie ihre Liebsten gut aufgehoben wissen.

Der Aufkleber kostet 0,50 € pro Stück und ist gegen eine Spende, die zumindest die Selbstkosten deckt, erhältlich beim Ober­ber­gi­schen Blinden- und Seh­be­hin­der­ten­ver­ein e. V.: Tel. 02262-7770756, E-Mail  info@obsv.org

Quelle: Steffi Jakob, Blickpunkt Auge

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