The­ra­pie­an­satz für verschiedene Formen der AMD

Die alters­be­dingte Makula­degeneration (AMD) ist eine der häufigsten Ursachen für schweren Sehverlust im höheren Lebensalter – und bislang gibt es für die häufigere, sogenannte „trockene“ Form keine ursächliche Therapie. Doch ein innovativer For­schungs­an­satz macht Hoffnung: die Trans­plan­ta­tion von retinalen Pig­men­te­pi­thel­zel­len (RPE-Zellen).

In dieser Folge wird mit Prof. Knut Stieger und Prof. Lyubomyr Lytvynchuk von der Universitäts-Augenklinik Gießen über ein spannendes prä­kli­ni­sches Forschungs­projekt, bei dem RPE-Zellen im Schwei­ne­mo­dell trans­plan­tiert wurden, gesprochen. Ziel ist es, die Funktion geschädigter Netz­haut­schich­ten wie­der­her­zu­stel­len – ein möglicher Meilenstein auf dem Weg zu neuen The­ra­pie­for­men für AMD und andere degenerative Netz­haut­erkrankungen.

Die Gäste erklären:

  • Welche Rolle das retinale Pig­men­te­pi­thel (RPE) in der Netzhaut spielt,
  • wie die Trans­plan­ta­tion von RPE-Zellen technisch durchgeführt wird,
  • woher die Zellen stammen und wie sie im Labor vorbereitet werden,
  • welche Her­aus­for­de­run­gen bei der Integration ins Wirtsgewebe und bei der Immunabwehr bestehen,
  • und welche Bedeutung diese Forschung für Patientinnen und Patienten in Zukunft haben könnte.

Neben wis­sen­schaft­li­chen Details geht es auch um die Vision einer inter­dis­zi­pli­nären Zusam­me­n­a­r­beit zwischen Zellbiologie, Chirurgie und klinischer Forschung – und um die Frage, ob die RPE-Trans­plan­ta­tion auch bei anderen Netz­haut­erkrankungen Anwendung finden könnte. Diese Episode zeigt, wie aus Grund­lagen­forschung konkrete Hoffnung entstehen kann – Schritt für Schritt, Zelle für Zelle.

Der Podcast ist überall verfügbar, wo es Podcasts gibt. Unter anderem hier: https://www.retinaplus.de/podcast-retina-view-plattformen/

Quelle: retina plus e. V.

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