Zwei interessante Folgen des Podcast "Retina Innovation"

Retina plus hat zuletzt wieder zwei Podcast-Folgen her­aus­ge­bracht. Diese befassen sich mit der Sprit­zen­the­ra­pie (IVOM), die bspw. zur Behandlung der feuchten alter­sabhängigen Makula­degeneration eingesetzt wird. Hören Sie gerne rein.

Sili­kon­öl­freie IVOM - Ein wenig beachteter Aspekt der modernen Netz­haut­the­ra­pie

Millionen intravitreale Medi­ka­men­te­n­in­jek­ti­o­nen (IVOM) werden jedes Jahr durchgeführt – sie gehören heute zu den größten Erfolgen der modernen Netz­haut­me­di­zin und haben die Behandlung vieler Netz­haut­erkrankungen grundlegend verändert. Erkrankungen wie die feuchte alters­be­dingte Makula­degeneration (AMD), das diabetische Makulaödem oder Netz­haut­ve­nen­ver­schlüsse können durch Anti-VEGF-Therapien häufig über viele Jahre stabilisiert und Sehvermögen erhalten werden. Doch obwohl sich die Medikamente kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­ent­wi­ckelt haben, blieb ein ent­schei­den­der Bestandteil der Behandlung lange nahezu unverändert: die Spritze.

Kon­ven­ti­o­nelle Spritzen werden meist mit Silikonöl beschichtet, damit sich der Kolben leicht bewegen lässt. Wissen­schaft­liche Studien zeigen jedoch, dass dabei Sili­kon­öltröpf­chen in den Glaskörper gelangen können. Diese können als störende Glas­kör­per­trü­bun­gen (Floaters) wahrgenommen werden und werden mit ent­zünd­li­chen Reaktionen sowie weiteren potenziellen Risiken in Verbindung gebracht. Eine aktuelle Metaanalyse berichtet, dass nach intra­vi­tre­a­len Injektionen bei mehr als der Hälfte der behandelten Augen Sili­kon­öl­par­ti­kel nachweisbar sind. Gleichzeitig weisen aktuelle Unter­su­chun­gen darauf hin, dass sili­kon­öl­freie Sprit­zen­sys­teme dieses Risiko reduzieren können.

In dieser Episode von Retina Innovation sprechen wir mit Merlina Wojta und Nicholas Stromer, zwei Apothekern von SJJ Solutions, über die Entwicklung eines sili­kon­öl­freien Sprit­zen­sys­tems für die präzise Applikation kleiner Volumina, das heute vor allem in der Oph­thal­mo­lo­gie eingesetzt wird. Gemeinsam beleuchten wir die Rolle von Silikonöl in her­kömm­li­chen Spritzen, die Bedeutung von Dosier­ge­nau­ig­keit, Totraum­vo­lu­men und aseptischer Herstellung sowie die Frage, welchen Beitrag innovative Appli­ka­ti­ons­sys­teme zu einer präziseren Dosierung, einer höheren Pro­zess­qua­li­tät und mög­li­cher­weise auch zu mehr Pati­en­ten­si­cher­heit leisten können. Darüber hinaus geht es um die Zusam­me­n­a­r­beit mit Kran­ken­haus­apo­the­ken und Her­stell­be­trie­ben, inter­na­ti­o­nale Lieferketten sowie die wis­sen­schaft­li­che Forschung hinter der Entwicklung neuer Injek­ti­ons­sys­teme.

Diese Podcast-Folge finden Sie hier.

IVOM im richtigen Rhythmus – welches The­ra­pies­chema passt zu mir?

Warum bekommen manche Patienten alle vier Wochen eine Spritze ins Auge, während bei anderen deutlich längere Behand­lungs­ab­stände möglich sind? Gibt es das eine richtige The­ra­pies­chema, oder muss die Behandlung individuell angepasst werden? Die IVOM-Therapie, bei der Medikamente direkt in den Glaskörper des Auges gespritzt werden, kommt unter anderem bei der feuchten alter­sabhängigen Makula­degeneration (AMD), dem diabetischen Makulaödem und bei Makulaödemen infolge retinaler Venen­ver­schlüsse zum Einsatz.

In dieser Folge von „Retina Innovation“, dem Podcast von Retina plus e.V., spricht Thomas M. Duda mit Prof. Dr. Oliver Zeitz. Der erfahrene Augenarzt und Netz­haut­spe­zi­a­list war viele Jahre an der Berliner Charité tätig und arbeitet heute an der Augen­ta­ges­kli­nik Zehlendorf in Berlin. Darüber hinaus engagiert er sich als Mitglied im Wis­sen­schaft­lich-Medizinischen Beirat (WMB) von Retina plus e.V. Im Mittelpunkt stehen die Fragen, wie Behand­lungs­in­ter­valle festgelegt werden, woran sich der Erfolg einer Therapie erkennen lässt und welche Mög­lich­kei­ten bestehen, wenn die Behandlung nicht wie erhofft wirkt. Ein Gespräch über individuelle The­ra­pie­ent­schei­dun­gen, medizinische Empfehlungen und darüber, was Patientinnen und Patienten wissen sollten, um ihre Behandlung besser zu verstehen und aktiv mit­zu­ge­stal­ten.

Diese Podcast-Folge finden Sie hier.

Quelle: Retina plus e. V.

Datum