Der Kirschgarten

Das Stück wird mit Audio­deskription angeboten und erzählt augen­schein­lich von einem sehr konkreten Verlust. Russland, Anfang des 20. Jahrhunderts. Eine Phase voller Umbrüche. Die Leib­ei­gen­schaft wurde gerade abgeschafft, traditionelle Rollen verlieren an Selbst­ver­ständ­lich­keit.

Nach fünf Jahren kehrt Guts­be­sit­ze­rin Ljuba aus dem Ausland auf ihr Anwesen zurück. Ein Anwesen mit prächtigem Haus, einem Kinderzimmer und einem wun­der­schö­nen Kirschgarten – ein emotionaler Ort für die Gutsherrin. Denn er steckt voller Erinnerungen. Nicht nur für sie, sondern auch für ihren Bruder Gajew, ihre leibliche Tochter Anja, die Adop­tiv­toch­ter Warja und die Gut­s­an­ge­stell­ten. Doch das Gut steht vor dem Aus. Es ist hoch­ver­schul­det und soll versteigert werden. Die Familie droht ihr geliebtes Heim zu verlieren.

Aus dieser Ausgangslage entwickelt Anton Tschechow jedoch keine ziel­ge­rich­tete Handlung, sondern zeigt auf, wie die einzelnen Figuren mit diesem Zustand umgehen. Allen ist die Notwendigkeit des Handelns bewusst, doch nur eine Person hat den Blick schon fest in die Zukunft gerichtet und einen Lösungs­vor­schlag parat. Doch wie gehen die einzelnen Bewohnerinnen und Bewohner des Guts mit dieser Aussicht um? Einige schauen der Zukunft positiv entgegen, sind offen für Ver­än­de­run­gen. Andere halten an alten Erinnerungen fest, verschließen die Augen vor der Realität.

Ablauf und Tickets

Das Stück dauert maximal zwei Stunden. Vor dem Stück ist eine eine Tast- und Büh­nen­füh­rung geplant, in der nicht nur das Bühnenbild, sondern auch Kostüme, Requisiten und einige Schau­spie­lende kennengelern werden. Für die Tastführung ist das Treffen um um 18:15 Uhr in der Spiegelhalle. Es gibt generell eine freie Platzwahl, für die Audio­deskription sind aber Plätze in den ersten Reihen reserviert.

Am 26. Juni ist Theater-Spartag, hier gilt ein Ticketpreis von 10 Euro. Für Gäste mit dem Zeichen „B“ im Behin­der­te­n­aus­weis ist eine Begleitperson inklusive. Ticket­be­stel­lun­gen werden von HörMal Audio­deskription direkt ent­ge­gen­ge­nom­men unter ver­an­stal­tun­gen@hoermal-audio.org oder unter Tel. 0341-33208860.

Die Spiegelhalle ist mit der Bahn gut erreichbar, da sie direkt hinter dem Bahnhof liegt. Vom Gleis sind es nur sehr wenige Gehminuten. Sollten Sie Unter­stüt­zung benötigen, dann holen wir Sie auch gern am Bahnhof ab und bringen Sie nach dem Stück wieder dort hin!

Veranstalter: HörMal Audio­deskription und Theater Konstanz

Ver­an­stal­tungs­ort
Spiegelhalle, Hafenstraße 12, 78462 Konstanz

Ver­an­stal­tungs­zeit­raum
26.06.2026, 20:00 Uhr
Tastführung 18:15 Uhr