„escape valse“ - ein getanztes Konzert 2.0

Ein getanztes Konzert mit Audio­deskription. Und dieses wird sehr besonders! Denn: nicht nur das Orchester, sondern auch die Zuschau­e­rin­nen und Zuschauer bewegen sich durch den Raum. Die Vorstellung dauert ca. 75 Minuten.

Das Stegreif-Orchester ist ein impro­vi­sie­ren­des Sin­fo­nie­or­ches­ter von 30 jungen inter­na­ti­o­na­len Musiker*innen, die sich selbst und dem Publikum neue Wege zur klassischen Musik eröffnen. Das Orchester spielt ohne Dirigent, ohne Noten, oder Stühle und nutzen die so gewonnene Freiheit für Improvisation und Bewegung. Musikalische Spontanität und performative Intensität bieten dem Publikum ein neuartiges, nahbares Kon­zer­ter­leb­nis. Das Besondere ist auch, dass das Publikum ebenfalls frei beweglich ist. Es gibt keine festen Sitzplätze. Dadurch  gestaltet das Publikum den Raum mit – der Konzertsaal, der Zuschauerraum, die Ränge, alles wird zur Bühne.

HörMal Audio­deskription beschreibt die Produktion „escape valse – ein getanztes Konzert“ für blinde und sehbehinderte Gäste. In escape valse – Ein getanztes Konzert, wird der Kerngedanke des Ensembles „Einheit in Vielfalt” in den Fokus gestellt und um einen neuen Parameter erweitert: Die Zusam­me­n­a­r­beit mit Tänzerinnen und Tänzern auf der Bühne. Es geht um den Walzer. Maurice Ravels Werk „La Valse“ von 1920 steht für „die Vorstellung eines phan­tas­ti­schen Wirbels, dem niemand entrinnen kann”. Basierend auf diesem Werk gestaltet Stegreif in escape valse – ein getanztes Konzert, umrahmt von weiteren Rekom­po­si­ti­o­nen impres­sio­nis­ti­scher Werke. Das Orchester schafft cho­reo­gra­fi­sche Bilder von im Rausch tanzenden Individuen – ein eska­pis­ti­sches Kreiseln im Angesicht gesell­schaft­li­cher Zerrüttung. Aus dem anschwel­len­den Getöse melden sich impro­vi­sie­rende Einzelstimmen zu Wort, utopische Klänge und auch Ver­laut­ba­run­gen des Zweifels. Und doch: Trotz der scheinbaren Unver­ein­bar­keit verbinden sich Musik und Tanz zu einem Ganzen. Ein Ballsall voller Ekstase, Ausbruch und Verbundenheit.

Ablauf und Tickets

Die Audio-Geräte erhält man ab einer Stunde vor Ver­an­stal­tungs­be­ginn vom Team von HörMal Audio­deskription. Vor dem Stück wird eine Einführung angeoten.  Sehbehinderte und blinde Gäste werden beim Einlass zum Ver­an­stal­tungs­ort unterstützt. Wenn keine Begleitperson mitkommen kann, gerne Bescheid sagen.

Für die Audio­deskription wurde ein Ticket­kon­tin­gent reserviert. Das Besondere bei diesem Konzert ist, dass das Publikum sich während des Konzerts durch den Raum bewegt. Und das Team von HörMal zusammen mit den seheing­schränk­ten Gästen. Es gibt also keine festen Sitzplätze. Sollte man eine Sitz­ge­le­gen­heit benötigen, gerne Bescheid geben.

Der Ticketpreis beträgt ermäßigt 16 Euro, regulär 25 Euro. Eine Begleitperson ist inklusive. Ticket­be­stel­lun­gen werden von HörMal Audio­deskription direkt ent­ge­gen­ge­nom­men per Mail an ver­an­stal­tun­gen@hoermal-audio.org oder telefonisch unter 0341-33208860.

Der Ver­an­stal­tungs­ort ist sehr gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. Er befindet sich nur wenige Minuten zu Fuß von mehreren S-Bahn, U-Bahn und Bus­hal­te­stel­len entfernt: U1 bis Station „Gleisdreieck“, U2 bis Station „Mendelssohn/Bartholdy Park“ und U7 bis Station „Möckern­brü­cke“. Mit der S-Bahn mit den Linien S1, 2, 25 oder 26 bis „Anhalter Bahnhof“ fahren.

Veranstalter: Kühlhaus Berlin und HörMal Audio­deskription

Ver­an­stal­tungs­art: Kultur

Ver­an­stal­tungs­ort
Kühlhaus Berlin, Luckenwalder Str. 3, 10963 Berlin

Termin
11.04.2026, 19:00 Uhr