„Hör mal hin! Hammer Dinge erzählen Stadt­ge­schichte(n)“

Zum Auftakt des Jubi­lä­ums­jah­res 800 Jahre Stadt Hamm lädt das Gustav-Lübcke-Museum zu einer besonderen Son­der­ausstel­lung ein. Im Mittelpunkt stehen 24 ausgewählte Highlight-Exponate, die die Stadt­ge­schichte von den Anfängen im Jahr 1226 bis in die Gegenwart lebendig werden lassen. Die Ausstellung zeigt Objekte, die über Jahrhunderte hinweg von Hammer Bürger:innen hergestellt, genutzt, bewahrt oder geschätzt wurden. Anhand dieser Dinge eröffnet sich eine abwechs­lungs­rei­che Reise durch unge­wöhn­li­che und persönliche Facetten der Stadt­ge­schichte.

Während eine silberne Schüt­zen­kette auf die Anfänge der Schüt­zen­tra­di­tion verweist, erzählt eine Grubenlampe von harter Arbeit unter Tage. Ein Kleiderbügel aus dem ehemaligen Kaufhaus Gebrüder Alsberg vermag gleich mehrere Zeitebenen zu fassen: Von der Blütezeit des Kaufhauses in den 1920er-Jahren, über die Verfolgung der Eigen­tü­mer­fa­mi­lie während der NS-Zeit bis in die Gegenwart. Am Standort des Kaufhauses Gebrüder Alsberg soll in Kürze 3 das Gebäude der ehemaligen Hammer Kaufhof-Filiale einem modernen Stadtquartier weichen.

Die Geschichten der einzelnen Exponate sind eingebettet in große historische Zusam­men­hänge – von der Zeit der Preußen in Westfalen über die Indus­tri­a­li­sie­rung bis hin zu den beiden Weltkriegen – und machen historische Entwicklungen anschaulich und greifbar. Begleitet wird dies durch die ein­drucks­volle Präsentation der Sammlung des Gustav-Lübcke-Museums als Schaudepot. Zu sehen sind unter anderem Gemälde, Porzellan, All­tags­ge­gen­stände, Gläser, Waffen, Werkzeuge, Kunsthandwerk und Designobjekte aus mehreren Jahrhunderten.

Die Führung bietet spannende Einblicke in 800 Jahre Hammer Stadt­ge­schichte und in die Vielfalt einer Sammlung, die über 140 Jahre gewachsen ist – von Archäologie und Stadt­ge­schichte bis hin zu Angewandter und Bildender Kunst.

Guide: Daniela Weise  / Moderation: Sophie Hacker

„Bei Anruf Kultur“ bietet telefonische Führungen aus bundesweit über 140 Museen, Gedenk­stät­ten, Galerien und weiteren Kul­tur­stät­ten an. Das Angebot richtet sich an Menschen, die diese kulturellen Angebote visuell nicht live erleben können. Zum Beispiel, weil sie blind oder sehbehindert sind. Die Ver­an­stal­tun­gen sind kostenlos, eine Anmeldung erforderlich unter 040/20940436.

Veranstalter: Gustav-Lübcke-Museum, Hamm  

Ver­an­stal­tungs­art: Kultur

Ver­an­stal­tungs­ort
per Telefon

Termin
11.06.2026, 17:00 - 18:00 Uhr