Neue Frau, Neues Sehen. Die Bauhaus-Fotografinnen
Herausragende Fotografinnen gibt es seit der Erfindung der Fotografie im frühen 19. Jahrhundert. Viele von ihnen waren Pionierinnen auf diesem Gebiet. Sie experimentierten mit fotografischen und gestalterischen Techniken und loteten die Grenzen des neuen Mediums aus. So auch die Fotografinnen des Bauhauses. Sie beobachteten ihre Umgebung durch die Kameralinse und hielten dabei zahlreiche Motive in zum Teil neuen und ungewohnten Perspektiven fest.
Die Ausstellung zeigt circa 300 Fotografien aus dem Sammlungsbestand des Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, Berlin. Die Motive sind heute vielen bekannt, ihre Urheberinnen jedoch nur wenigen. Mit der Ausstellung würdigt das Bauhaus-Archiv die Bedeutung dieser Künstlerinnen und ihr fotografisches Werk nun erstmals umfassend. Ergänzt werden die Fotografien der Bauhäuslerinnen mit Werken von Künstlerinnen des Institute of Design in Chicago (New Bauhaus), der Nachfolgeinstitution des Bauhauses in den USA.
Zwischen künstlerischem Experiment, konservativen Rollenvorstellungen, Emanzipation und dem Berufsbild der Fotografin beleuchtet die Kuratorinnenführung über das Telefon jene Fragestellungen, die die heutige Sicht auf die Bauhaus-Fotografinnen bestimmen. Die Telefonführung stellt einen Zugang zu den Motiven vor Ort her und kontextualisiert deren Entstehung im Spannungsfeld der Weimarer Republik.
Guide: Kristin Bartels
„Bei Anruf Kultur“ bietet telefonische Führungen aus bundesweit über 140 Museen, Gedenkstätten, Galerien und weiteren Kulturstätten an. Das Angebot richtet sich an Menschen, die diese kulturellen Angebote visuell nicht live erleben können. Zum Beispiel, weil sie blind oder sehbehindert sind. Die Veranstaltungen sind kostenlos, eine Anmeldung erforderlich unter 040/20940436.
Veranstalter: Museum für Gestaltung, Berlin
Veranstaltungsart: Kultur
Termin
24.06.2026, 11:30 -12:00 Uhr