Neue Podcast-Folge:
"AMD und Grauer Star - was muss ich beachten?" - 
Interview mit Augenarzt Dr. Jörg M. Koch

Hören Sie gerne einmal rein!

weiterlesen

Die Vorlese-Funktion ist auf Grund Ihrer Datenschutz-Einstellungen deaktiviert.

Blin­den- und Seh­be­hin­der­ten­geld

Sehbehinderte und blinde Menschen erhalten finanzielle Hilfen nach verschiedenen Gesetzen. Im Landesrecht finden sich Regelungen zum Sehbehinderten- und Blindengeld, das Bundesrecht regelt die ergänzende Blindenhilfe.

Grundlage für alle Regelungen sind die Definitionen hochgradige Sehbehinderung und Blindheit.

Seh­behinderten­geld

Die finanzielle Unterstützung soll Mehrausgaben ausgleichen, die aufgrund der Behinderung entstehen. Dazu zählen Kosten für Haushaltshilfen, Begleitung, Assistenz, höherer Verschleiß an Schuhen oder auch Mehrausgaben für spezielle Hilfsmittel.

Seh­behinderten­geld wird hochgradig seh­einge­schränkten Menschen nach Länderrecht gewährt. Nicht alle Bundesländer haben hierzu Regelungen getroffen. Die Leistungen sind in den gewährenden Ländern unterschiedlich hoch.
Seh­behinderten­geld wird ein­kom­men­s­u­n­ab­hän­gig gewährt und darf nicht bei anderen Sozi­al­leis­tun­gen als Einkommen angerechnet werden. Es wird nur auf Antrag und ab dem Monat der Antragstellung gezahlt.

Als hochgradig sehbehindert eingestuft werden Menschen:

  • deren Sehfähigkeit auf dem besseren Auge mit Korrektur (Brille oder Kontaktlinsen) nicht mehr als 1/20 (0.05 oder 5 %) beträgt oder
  • bei denen eine Störung der Sehfähigkeit von einem entsprechenden Schweregrad vorliegt (z. B. Gesichts­feld­ein­schrän­kun­gen)

Blindengeld

Sind die Vorrausetzungen für die Anerkennung der Blindheit gegeben, gewähren alle Bundesländer ein Blindengeld. Die Höhe dieser Leistung ist in jedem einzelnen Bundesland gesetzlich geregelt.
Blindengeld wird immer ein­kom­men­s­u­n­ab­hän­gig gezahlt und darf nicht bei anderen Sozi­al­leis­tun­gen als Einkommen angerechnet werden. Das Blindengeld wird gekürzt, wenn Betroffene in einer stationären Einrichtung leben oder Leistungen nach dem Pfle­ge­stär­kungs­ge­setz gezahlt werden. Das bedeutet, man erhält die Leistungen aus der Pfle­ge­ver­si­che­rung vollständig und zusätzlich ein gekürztes Blindengeld.

Auch Blindengeld wird nur auf Antrag gezahlt ab dem Monat der Antragstellung.

Als blind gelten Menschen:

  • denen das Augenlicht vollständig fehlt oder
  • deren Sehfähigkeit auf dem besseren Auge nicht mehr als 1/50 (0.02 oder 2 %) beträgt oder
  • bei denen eine Störung der Sehfähigkeit von einem entsprechenden Schweregrad vorliegt (z. B. Gesichts­feld­ein­schrän­kun­gen)

Themen

Antragsformular

Blindenhilfe

Bei geringem Einkommen und Vermögen kann Anspruch auf ergänzende Blindenhilfe bestehen. Sie basiert auf einem Bundesgesetz. Lesen Sie hier, wie die Blindenhilfe berechnet wird.

weiterlesen...
Ein älteres Paar sitzt vor einem Laptop und lächelt.

Leben mit AMD - Alltag meistern

Mit Hilfsmitteln, Tricks und neuen Strategien können Sie trotz Seh­ein­schränk­ung weiterhin ein selbst­bestimmtes Leben führen.

weiterlesen...
Ausschnitt von Google Maps

Ansprechpartner und Beratung

Sie haben Fragen und suchen Rat auch in lebens­praktischen Dingen rund um die AMD? Hier finden Sie Ansprechpartner und Veranstaltungen in Ihrer Region und können sich in unserem Onlineforum austauschen.

weiterlesen...