Finanzielle Hilfe für sehbehinderte und blinde Menschen in Bayern (Stand 01.07.2019)

Bayern gewährt einen Nachteilsausgleich für sehbehinderte Menschen und Blindengeld.

Monatliche Leistungshöhe des Nachteilsausgleichs für sehbehinderte Menschen:

  • 188,70 Euro
  • 377,40 Euro für Menschen, die zusätzlich eine an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit haben

Kürzungen des Sehbehindertengeldes:

  • Pflegeleistungen werden ab Pflegegrad 2 teilweise auf das Sehbehindertengeld angerechnet. Es werden gekürzte Beträge gezahlt.
  • Hochgradig sehbehinderten Menschen in stationären Einrichtungen erhalten mindestens 91,50 €.

Monatliche Leistungshöhe des Blindengeldes:

  • Blinde Menschen erhalten 629,00 Euro
  • Taubblinde Menschen erhalten 1.258,00 Euro

Kürzungen des Blindengeldes:

  • Pflegeleistungen werden ab Pflegegrad 2 teilweise auf das Blindengeld angerechnet. Es werden gekürzte Beträge gezahlt.
  • Blinde Menschen in einer Pflege- oder Senioreneinrichtung erhalten die Hälfte des Blindengeldes.

Der Anspruch auf Blindengeld entfällt mit Ablauf des Monats, in dem die Voraussetzungen weggefallen sind. Ein Wegzug aus Bayern ist daher unverzüglich mitzuteilen.

Einige Personengrupen haben trotz Erblindung keinen Anspruch auf Blindengeld:

  • Personen, die wegen der Erblindung Leistungen nach dem Bundesversorgungsgesetz erhalten oder nach Gesetzen, die dessen Anwendung vorsehen, z. B. das Opferentschädigungsgesetz und das Soldatenversorgungsgesetz.
  • Personen, die wegen der Erblindung Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung erhalten.
  • Personen, die wegen der Erblindung aufgrund gesetzlich geregelter Unfallversorgung oder Unfallfürsorge Leistungen aus öffentlichen Kassen erhalten.

Antragstellung:

Auf der Webseite des Zentrums Bayern Familie und Soziales finden Sie weitere Informationen.

 

veröffentlicht am Mittwoch, 14.02.2018 von Ursula Witt